Startseite Was ist Homöopathie?

Das Grundgesetz der homöopathischen Therapie lautet:

Similia similibus curentur - Ähnliches heilt Ähnliches -

Dies ist der zentrale Therapieansatz der Homöopathie.
Das heißt, ein Arzneimittel, das beim Gesunden bestimmte Reaktionen hervorrufen kann, heilt dieselben Symptome beim Kranken.


Homöopathie läßt sich im Rahmen der Ganzheitsmedizin als Regulationstherapie definieren. Ihr Ziel ist es mit Hilfe einer Arznei, die der persönlichen Reaktionsweise des Patienten entspricht, das innerste Steuerungszentrum des Menschen zu regulieren, bzw. zu stärken.
Dieses Innerste nennen wir „Lebenskraft“. So behandelt ein Homöopath nicht die Haut, die Galle, den Kopfschmerz oder den Durchfall sondern immer den Kranken in seiner ganzen Person.

Befindungsstörungen oder Krankheiten sind sichtbare Zeichen einer inneren Störung.
Die Ursache einer Krankheit ist deshalb nicht der Erreger, sondern ein Fehler im Wirken der Lebenskraft. - Denn erst wenn sie gestört ist, wird es dem Erreger (Viren, Bakterien, Krebszellen usw.)  möglich, sich zu vermehren und Krankheitszeichen hervorzurufen
Funktioniert die Lebenskraft fehlerfrei und harmonisch, ist der Mensch gesund, d.h.: es sind keine Krankheitszeichen wie Schmerzen oder abnorme Funktionen vorhanden, und es besteht Stabilität gegenüber jeder „Infektion“.


Dieses Prinzip ist ausschlaggebend für die richtige Arzneimittelwahl und bedeutet, daß ein Mittel, welches einen bestimmten Zustand  bei einem gesunden Menschen hervorruft einen ähnlichen Zustand bei einem Kranken heilt.

Wenn z.B. ein Gesunder eine Dosis Arsen nimmt, wird er folgende Symptome entwickeln: Erbrechen, reiswasserartige Durchfälle, schneller Pulsschlag, Erschöpfung, seine Haut wird kalt und sein Ausdruck ängstlich.
In kleineren Dosen oder über einen längeren Zeitraum eingenommen entwickelt er einen Fließschnupfen, Kopfschmerzen, Husten, Bronchitis, später spezifische Haut- und Nervenerscheinungen wie z. B. ein Brennen, welches durch Wärme erleichtert wird, Todesangst, Ruhelosigkeit und eine Verschlechterung aller Symptome um 12.00 und um 24.00 Uhr.
Entsprechend dem Ähnlichkeitsgesetz werden zahllose Patienten mit einem ähnlichen Symptomenbild durch Arsen geheilt, ungeachtet der Bezeichnung der Erkrankung
( Cholera, Ekzem, Asthma, Erkältung etc.)


Es wird hier deutlich, daß es nicht genügt, wenn einer Kranker sagt, daß er Kopfschmerzen habe, sondern daß die Voraussetzung zur richtigen Mittelwahl in einer exakten Beobachtung und Erklärung liegt:
    Wann treten die Schmerzen auf (z.B. zu einer best. Zeit, in einer best. Körperhaltung)
    Wie ist der Schmerz (z.B. pochend, stechend, klopfend, drückend...)
    Was lindert ( Wärme, Kälte, Ruhe, Umhergehen..)
    Was verschlechtert (Wärme, Kälte, Ruhe, Licht...)
    Was geht dem Schmerz voraus (Kummer, Ärger, Nässe, Enttäuschung, Demütigung, Schock...)


Anders als die Schulmedizin, die jede Krankheit als eine eigenständige Krankheit betrachtet und behandelt, unterscheidet die Homöopathie 4 chronische Krankheiten, die sogenannten Miasmen, die in der Familie durch „Vererbung“ weitergegeben werden:

Krätze, Gonorrhoe, Syphilis, Tuberkulose, (Krebs?)

... und zu typ. Krankheitserscheinungen führen z. B. Gonorrhoe in der Familiengeschichte: Allergien, Rheuma, Gicht, Warzen, Entzündungen u. Störungen der Unterleibsorgane.
So kann eine Heilung nur durch eine erfolgreiche Behandlung der chronischen Grundkrankheit erfolgen, denn nicht jede „neue“ Krankheit ist tatsächlich neu, sondern es ist ein Aufflackern der Krankheit im „Hintergrund“.


Der Erfolg oder Mißerfolg einer homöopathischen Behandlung ist sowohl vom Therapeuten - der das der Krankheit ähnlichste Mittel auswählen muß - als auch vom Verhalten und der Mitarbeit des Patienten abhängig.
Die homöopathische Arzneimittelwahl erfolgt nicht nach Diagnosen („Grippe, Rheuma...“), sondern ganz individuell nach den Symptomen und Krankheitszeichen, die der Patient schildert. Je exakter und vollständiger die vom Patienten beschriebenen Befindungsstörungen, Krankheitszeichen und Symptome sind, desto besser ist die Arzneimittelwahl des Therapeuten.

Es gibt z.B. zur Zeit etwa 214 verschiedene Mittel gegen Verstopfung und 250 verschiedene Mittel gegen Schwermut.
Um eine erfolgreiche Differenzierung der in Frage kommenden Mittel auf das eine Mittel, welches die einmalige und persönliche Art - z.B. Schwermut - eines bestimmten Menschen ausdrückt, durchzuführen, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Homöopath unerläßlich.
Zur Zusammenarbeit gehört nicht nur eine vernünftige und rückhaltlose Beschreibung der Beschwerden, das Einhalten von Terminen und das Rückrufen bei Problemen, sondern auch das Befolgen der Einschränkungen, die während der Behandlung zu beachten sind.

Da sich die Mittelwahl durch die Vielzahl der geprüften homöopathischen Stoffe und die unendliche Symptomvielfalt oft schwierig gestaltet, ist es erfreulich, daß durch den Einsatz eines Computerprogrammes, das für den Patienten ähnlichste Mittel mit wesentlich weniger Zeitaufwand gefunden wird.

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